← Alle Erkrankungen

Lungenerkrankungen

Pulmonale Alveolarproteinose (PAP)

Eine seltene Erkrankung, bei der sich in den Lungenbläschen ein fett- und eiweißreicher Stoff ansammelt. Der Sauerstoffaustausch nimmt ab. Es kommt zu langsam zunehmender Atemnot.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Lungenerkrankungen“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

In den Lungenbläschen befindet sich ein gleitfähiger Stoff namens Surfactant. Normalerweise räumen besondere Fresszellen den Überschuss ab. Bei dieser Erkrankung ist diese Reinigung gestört und der Stoff sammelt sich an. Sauerstoff gelangt nicht gut ins Blut. Die häufigste Form ist autoimmun; der Körper bildet Antikörper gegen einen Stoff, der die Fresszellen anregt.

Welche Beschwerden können auftreten?

Manche Menschen haben überhaupt keine Beschwerden.

  • Langsam zunehmende Atemnot (am häufigsten)
  • Husten
  • Müdigkeit und Gewichtsverlust
  • Fieber, wenn eine Lungeninfektion besteht
  • Im fortgeschrittenen Stadium Blaufärbung von Lippen und Fingern

Wie wird sie festgestellt?

Die Computertomographie der Lunge kann ein typisches Bild zeigen. Bei einer Bronchoskopie wird Spülflüssigkeit aus der Lunge gewonnen und untersucht. Ein Antikörpertest im Blut zeigt die autoimmune Form. Bei erblichen Formen wird ein Gentest gemacht.

Behandlung und Versorgung

Die wichtigste Behandlung ist die Ganzlungenspülung. Dabei wird der angesammelte Stoff aus der Lunge herausgespült. Bei manchen Menschen reicht das einmal, bei anderen muss es wiederholt werden. Schutz vor auslösendem Staub ist wichtig. Eine Behandlung zum Inhalieren wird erforscht; das Zulassungsverfahren läuft. In schweren Fällen kann eine Lungentransplantation erwogen werden. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die häufigste, autoimmune Form ist nicht erblich. Die erbliche Form ist sehr selten und wird rezessiv vererbt. Bei einem Paar, bei dem beide Anlageträger sind, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind bei jeder Schwangerschaft bei 1 von 4. Bei Ehen unter Verwandten kann diese Wahrscheinlichkeit steigen. Bei angeborenen Formen hängt die Vererbung vom Gen ab. Eine genetische Beratung wird empfohlen.

Quelle: MedlinePlus: Pulmonary alveolar proteinosis · NORD: Pulmonary Alveolar Proteinosis · Orphanet: Autoimmune pulmonary alveolar proteinosis (ORPHA:747)

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 1 000 000 (Weltweit)
Wann beginnt sie meist?
Jugend, Erwachsenenalter, Kindheit
Beteiligte(s) Gen(e)
HLA-DRB1
Verlässliche Quellen
Orphanet

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu PAP

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 5 aktive interventionelle Studien. 2 rekrutieren derzeit; 1 hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Lungenerkrankungen: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:747

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: CB04.31

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.