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Nierenerkrankungen

Gitelman-Syndrom

Eine erbliche Erkrankung, bei der die Niere Salz nicht richtig zurückholen kann. Kalium und Magnesium im Blut sind niedrig. Muskelkrämpfe, Müdigkeit und Lust auf Salz können auftreten.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Nierenerkrankungen“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Nieren holen das Salz aus dem Urin ins Blut zurück. Beim Gitelman-Syndrom gelingt das nicht vollständig. Salz geht mit dem Urin verloren. Dadurch gerät auch das Gleichgewicht von Kalium, Magnesium und Kalzium durcheinander. Die Beschwerden beginnen meist in der späten Kindheit oder in der Pubertät.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Beschwerden können selbst innerhalb einer Familie sehr verschieden sein. Bei den meisten verläuft die Erkrankung mild.

  • Schmerzhafte Muskelverkrampfungen, Krämpfe und Muskelschwäche (häufig)
  • Schwindel und Lust auf Salz (häufig)
  • Kribbeln der Haut, am häufigsten im Gesicht (häufig)
  • Starke Müdigkeit (bei manchen)
  • Niedriger Blutdruck (bei manchen)
  • Schmerzhafte Kristallablagerungen im Gelenk (bei manchen)
  • Risiko für Herzrhythmusstörungen (bei manchen)

Wie wird sie festgestellt?

Die Ärztin oder der Arzt schließt zuerst häufigere Ursachen für ein niedriges Kalium aus. Im Bluttest sind Kalium und Magnesium niedrig. Im Urintest ist Kalzium niedrig und Kalium hoch. Ein Gentest bestätigt die Diagnose.

Behandlung und Versorgung

Die Erkrankung besteht lebenslang. Eine sichere Heilung gibt es bisher nicht, aber die Betreuung lindert die Beschwerden. Ziel ist es, das Salzgleichgewicht im Blut zu erhalten. Die meisten Betroffenen nehmen täglich zusätzlich Kalium und Magnesium ein. Eine salzreiche und kaliumreiche Ernährung kann empfohlen werden. Fachleute für Nieren überwachen mit regelmäßigen Bluttests. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Das Gitelman-Syndrom wird rezessiv vererbt. Um zu erkranken, braucht es zwei veränderte Gene; eines stammt von der Mutter, eines vom Vater. Eltern, die Anlageträger sind, haben meist keine Beschwerden. Bei einem Paar von Anlageträgern liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind in jeder Schwangerschaft bei 1 zu 4. Bei Ehen unter Verwandten kann die Wahrscheinlichkeit steigen, dass zwei Anlageträger zusammenkommen. Eine genetische Beratung erklärt der Familie die Risiken.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Gitelman syndrome · NORD: Gitelman Syndrome · Orphanet: Gitelman syndrome (ORPHA:358)

Grundlegende Fakten

Wie wird sie vererbt?
Autosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Kindheit
Beteiligte(s) Gen(e)
SLC12A3, CLCNKB

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu Gitelman

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

ClinicalTrials.gov verzeichnet derzeit keine aktiven interventionellen Studien für diese Erkrankung. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Nierenerkrankungen: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:358

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: 5C64.41

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.