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Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems

Atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS)

Eine seltene Erkrankung, bei der sich in kleinen Gefäßen Gerinnsel bilden. Am stärksten sind die Nieren betroffen. Es kommt zu Blutarmut, zu wenigen Blutplättchen und zu Nierenversagen.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Bei Orphanet gibt es für diese Erkrankung eine Leitlinie für Notfallärzte (Sprache: Französisch). Bei Orphanet ansehen

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Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Das Komplementsystem ist ein Teil der Abwehr, der Krankheitserreger angreift. Bei aHUS arbeitet dieses System unkontrolliert. Es schädigt die Innenwand der Gefäße, und es bilden sich kleine Gerinnsel. Die Gerinnsel betreffen vor allem die Gefäße der Nieren. Auch Gehirn, Herz, Lunge und Darm können betroffen sein. Meist löst eine Infektion oder eine Schwangerschaft einen Schub aus.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Erkrankung kann in jedem Alter beginnen. Die ersten Beschwerden können unklar sein.

  • Müdigkeit, Unruhe und Schwäche
  • Blässe, Gelbfärbung und Atemnot
  • Leichte Blutergüsse und Blutungen
  • Blut und Eiweiß im Urin
  • Bluthochdruck
  • Plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Beschwerden an Gehirn, Herz oder Darm

Wie wird sie festgestellt?

Bluttests zeigen Blutarmut, den Zerfall von Blutzellen und niedrige Blutplättchen. Nierentests und eine Urinuntersuchung werden gemacht. Um es vom typischen HUS zu unterscheiden, wird im Stuhl nach Bakterien gesucht, die Durchfall verursachen. Ein Gentest und Antikörpertests helfen bei der Diagnose.

Behandlung und Versorgung

Es gibt zugelassene, speziell für diese Erkrankung bestimmte Behandlungen, die das Komplementsystem hemmen. Vor diesen Behandlungen wird gegen Hirnhautentzündung (Meningitis) geimpft. Plasmaaustausch und Plasmagabe sind Verfahren, die lange eingesetzt wurden. Wenn die Nieren versagen, kann eine Dialyse nötig sein. Bei manchen Menschen kann eine Nierentransplantation gemacht werden. Vor der Transplantation wird ein Gentest empfohlen. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Bei den meisten Betroffenen ist sonst niemand in der Familie erkrankt. Eine Genveränderung macht anfällig für die Erkrankung, reicht aber allein meist nicht aus. Tritt sie in der Familie auf, wird sie meist dominant vererbt. Dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elternteil mit der Genveränderung sie an ein Kind weitergibt, bei jedem Kind bei 1 zu 2. Nicht jeder mit der Genveränderung erkrankt. Seltener kommt auch eine rezessive Vererbung vor. Eine genetische Beratung hilft, das Risiko zu verstehen.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Atypical hemolytic-uremic syndrome · NORD: Atypical Hemolytic Uremic Syndrome

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Europa)
Wann beginnt sie meist?
Jedes Alter

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu aHUS

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 8 aktive interventionelle Studien. 5 rekrutieren derzeit; 3 haben Zentren in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:2134

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: 3A10.Y

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.