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Erkrankungen der Augen und des Gehörs

Lebersche hereditäre Optikusneuropathie (LHON)

Eine Erbkrankheit, die den Sehnerv betrifft. Meist kommt es in jungen Jahren zu einem schmerzlosen Verlust des zentralen Sehens. Männer sind viel häufiger betroffen.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen der Augen und des Gehörs“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Erkrankung entsteht durch eine Veränderung in den Genen der Mitochondrien, die in der Zelle Energie erzeugen. Die Zellen des Sehnervs, der die Seheindrücke ins Gehirn leitet, werden geschädigt. Zuerst ist ein Auge betroffen, innerhalb von Wochen oder Monaten auch das andere. Vor allem das zentrale Sehen verschlechtert sich.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Beschwerden beginnen meist im Alter zwischen 10 und Ende 20. Ein Teil der Menschen, die die Genveränderung tragen, hat nie Beschwerden.

  • Schmerzloses verschwommenes und trübes Sehen
  • Sehverlust zuerst an einem Auge, dann am anderen
  • Verschlechterung des zentralen Sehens; Lesen und Erkennen von Gesichtern werden schwerer
  • Nachlassendes Farbensehen
  • Leichte spontane Besserung des zentralen Sehens (bei wenigen Menschen)
  • In manchen Familien Zittern, Bewegungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen (selten)

Wie wird sie festgestellt?

Die Augenärztin oder der Augenarzt erweitert die Pupille und betrachtet den Sehnervenkopf. Mit einer Gesichtsfelduntersuchung und einer OCT wird der Sehnerv untersucht. Die Diagnose wird durch eine Untersuchung der Mitochondrien-Gene im Blut bestätigt. Drei häufige Genveränderungen erklären die meisten Fälle.

Behandlung und Versorgung

In Europa gibt es für Betroffene ab 12 Jahren eine zugelassene, speziell für diese Erkrankung bestimmte medikamentöse Behandlung der Sehstörung. Auch Hilfsmittel für Sehbehinderte und berufliche Unterstützung sind wichtig. Es wird empfohlen, auf Rauchen und übermäßigen Alkohol zu verzichten. Neue Verfahren wie die Gentherapie werden erforscht. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

LHON wird nur über die Mutter vererbt. Mitochondrien werden nur über die Eizelle an das Kind weitergegeben. Alle Kinder einer Mutter, die die Genveränderung trägt, erhalten diese Veränderung. Vom Vater wird sie nicht an das Kind weitergegeben. Die meisten Anlageträger verlieren nie ihr Sehvermögen; bei Frauen ist diese Wahrscheinlichkeit noch geringer. Eine genetische Beratung hilft zu verstehen, wer in der Familie ein Risiko hat.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Leber hereditary optic neuropathy · NORD: Leber Hereditary Optic Neuropathy · EMA: Raxone (LHON) EPAR

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit)
Wie wird sie vererbt?
Mitochondriale Vererbung
Wann beginnt sie meist?
Jugend, Erwachsenenalter
Beteiligte(s) Gen(e)
MT-ATP6, MT-CO3, MT-CYB, MT-ND1, MT-ND2, MT-ND4

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu LHON

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 7 aktive interventionelle Studien. 4 rekrutieren derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen der Augen und des Gehörs: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:104

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: 8C73.Y

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.