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Leber- und Verdauungserkrankungen

Progressive familiäre intrahepatische Cholestase (PFIC)

Eine Gruppe erblicher Lebererkrankungen. Die Galle kann nicht aus der Leber abfließen und staut sich. Es kommt zu starkem Juckreiz, Gelbsucht und Wachstumsverzögerung.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Leber- und Verdauungserkrankungen“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Galle ist eine Verdauungsflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird. Bei dieser Erkrankung können die Leberzellen die Galle nicht ausscheiden. Die Galle staut sich in der Leber und schädigt die Zellen. Der Schaden kann mit der Zeit zunehmen, und die Leber kann sich verhärten (Zirrhose). Es gibt mehr als zehn Formen; jede kann anders verlaufen.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Beschwerden beginnen meist im Säuglingsalter oder in der frühen Kindheit.

  • Starker Juckreiz (häufig; kann Schlaf und Alltag stören)
  • Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes
  • Ungenügende Gewichtszunahme und langsames Wachstum
  • Dunkler Urin
  • Vergrößerung von Leber und Milz
  • Bei manchen Formen Durchfall, Hörverlust oder Gallensteine

Wie wird sie festgestellt?

Mit Bluttests werden die Leberwerte und die Gallensäuren gemessen. Ein Lebertest namens GGT hilft, die Formen zu unterscheiden. Eine Leberbiopsie kann gemacht werden. Ein Gentest bestätigt die Diagnose und die Form.

Behandlung und Versorgung

Ziel ist es, den Juckreiz zu lindern, das Wachstum zu unterstützen und die Leber zu schützen. Es gibt eine besondere Diät und zusätzliche fettlösliche Vitamine. Bei Bedarf wird über eine Sonde ernährt. Gegen den Juckreiz werden Medikamente eingesetzt. Es gibt auch speziell für diese Erkrankung zugelassene Behandlungen. Operationen, die die Galle umleiten, helfen manchen Kindern. Bei Bedarf wird eine Lebertransplantation durchgeführt. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die Erkrankung wird rezessiv vererbt. Mutter und Vater sind meist gesunde Anlageträger. Bei einem Paar von Anlageträgern liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind in jeder Schwangerschaft bei 1 zu 4. Bei Ehen unter Verwandten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dasselbe Gen zu tragen; das ist niemandes Schuld. Bei manchen Anlageträgern kann das Risiko für Gallensteine oder Juckreiz in der Schwangerschaft etwas erhöht sein. Eine genetische Beratung gibt der Familie Orientierung.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Progressive familial intrahepatic cholestasis · NICE HST17: Odevixibat for PFIC – committee discussion · PFIC Network: PFIC diagnosis · EMA: Bylvay (EPAR)

Grundlegende Fakten

Wie wird sie vererbt?
Autosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Jugend, Kindheit, Säuglingsalter, Neugeborenenzeit

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu PFIC

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 3 aktive interventionelle Studien. 2 rekrutieren derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Leber- und Verdauungserkrankungen: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:172 · ICD-11 5C58.03

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.