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Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems

Pyruvatkinase-Mangel

Eine erbliche Bluterkrankung, bei der die roten Blutkörperchen nicht genug Energie bilden können. Die Zellen werden zu früh abgebaut. Es kommt zu Blutarmut, Gelbsucht und Müdigkeit.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Pyruvatkinase ist ein Enzym, mit dem rote Blutkörperchen Energie bilden. Bei dieser Erkrankung arbeitet das Enzym nicht ausreichend. Zellen mit zu wenig Energie werden in der Milz abgebaut. Das führt zu einer dauerhaften Blutarmut. Eisen und der gelbe Farbstoff Bilirubin aus den abgebauten Zellen können sich im Körper ansammeln.

Welche Beschwerden können auftreten?

Es kann gar keine Beschwerden geben, sie können aber auch schwer sein. Bei Infektionen oder in der Schwangerschaft können sie zunehmen.

  • Blässe, Müdigkeit und Atemnot
  • Gelbfärbung von Haut und Augen
  • Schneller Herzschlag
  • Vergrößerte Milz (häufig)
  • Gallensteine (häufig)
  • Eisenüberladung im Körper (häufig)
  • Schwere Gelbsucht beim Neugeborenen
  • Schwächung der Knochen

Wie wird sie festgestellt?

Bluttests zeigen die Blutarmut und den Abbau von Blutzellen. In den roten Blutkörperchen wird die Aktivität des Enzyms Pyruvatkinase gemessen. Bestätigt wird die Diagnose durch einen Gentest, der Veränderungen im PKLR-Gen zeigt. Diese Tests werden in spezialisierten Laboren gemacht.

Behandlung und Versorgung

Je nach Beschwerden der Blutarmut können Bluttransfusionen gegeben werden. Manche Menschen brauchen nie eine Transfusion. Bei Menschen, die häufig Transfusionen brauchen, kann eine Entfernung der Milz erwogen werden. Behandlungen, die überschüssiges Eisen aus dem Körper entfernen, werden eingesetzt. Für Erwachsene gibt es ein zugelassenes, speziell für diese Erkrankung bestimmtes Medikament, das den Abbau der Blutzellen verringert. Gallenblase und Knochengesundheit werden regelmäßig kontrolliert. Eine Stammzelltransplantation wird selten gemacht, die Gentherapie wird erforscht. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die Erkrankung wird rezessiv vererbt. Mutter und Vater sind Anlageträger, haben aber meist keine Beschwerden. Bei einem Elternpaar, das beide Anlagen trägt, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind bei jeder Schwangerschaft bei 1 zu 4. Mädchen und Jungen sind gleich häufig betroffen. Bei Ehen unter Verwandten können rezessive Erkrankungen häufiger vorkommen. Eine genetische Beratung gibt der Familie Orientierung.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Pyruvate kinase deficiency · NORD: Pyruvate Kinase Deficiency

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Europa)
Wie wird sie vererbt?
Autosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Säuglingsalter, Neugeborenenzeit
Beteiligte(s) Gen(e)
PKLR

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu PK-Mangel

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 4 aktive interventionelle Studien. Derzeit rekrutiert keine; 2 haben Zentren in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:766

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: 3A10.Y

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.