← Alle Erkrankungen

Erkrankungen der Augen und des Gehörs

Lebersche kongenitale Amaurose (LCA)

Eine erbliche Netzhauterkrankung mit schwerem Sehverlust, der im Säuglingsalter beginnt. Die Netzhaut ist die lichtempfindliche hintere Schicht des Auges. Sie gehört zu den Hauptursachen für erblichen schweren Sehverlust bei Babys.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen der Augen und des Gehörs“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Lichtsinneszellen der Netzhaut arbeiten von Geburt an nicht richtig. Deshalb ist das Sehen schon im ersten Lebensjahr stark beeinträchtigt. Mehr als 20 Gene können die Erkrankung verursachen. Bei manchen Typen bleibt das Sehen jahrelang gleich, bei anderen verschlechtert es sich mit der Zeit.

Welche Beschwerden können auftreten?

Das erste Zeichen ist, dass das Baby wenig auf Dinge reagiert, die es sieht.

  • Schwerer Sehverlust im Säuglingsalter
  • Unwillkürliches Augenzittern, also Nystagmus
  • Lichtempfindlichkeit
  • Pupillen, die langsam oder gar nicht auf Licht reagieren
  • Schielen
  • Gewohnheit, mit den Fingern auf die Augen zu drücken und sie zu reiben
  • Starke Weitsichtigkeit, also Schwierigkeiten, nahe Dinge scharf zu sehen
  • Grauer Star oder eine Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut, also Keratokonus (manchmal)

Wie wird sie festgestellt?

Die Ärztin oder der Arzt prüft, wie das Baby auf Sehreize reagiert und wie es die Augen bewegt. Die ERG-Untersuchung misst, wie die Netzhaut auf Licht reagiert; bei LCA ist diese Reaktion sehr schwach oder fehlt. Ein Gentest bestätigt die Diagnose und hilft, die Behandlungsmöglichkeiten festzulegen.

Behandlung und Versorgung

Für Menschen mit zwei Veränderungen im Gen RPE65 gibt es eine zugelassene Gentherapie. Diese Behandlung wird bei einer Operation unter die Netzhaut gegeben. Für die anderen Typen werden Gentherapie und andere Verfahren erforscht. Hilfsmittel für Sehbehinderte, Brille oder Kontaktlinsen und frühe Förderung sind wichtig. Weniger Augenreiben kann helfen, die Hornhaut zu schützen. Gibt es Nieren- oder Hörprobleme, werden auch diese kontrolliert. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die Erkrankung wird meist rezessiv vererbt. Bei einem Paar, bei dem beide Anlageträger sind, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind bei jeder Schwangerschaft bei 1 von 4. Bei Ehen unter Verwandten kann diese Wahrscheinlichkeit steigen. Seltener wird sie dominant vererbt; dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein erkrankter Elternteil sie an das Kind weitergibt, bei 1 von 2. Der Gentest zeigt auch, ob eine Gentherapie in Frage kommt. Familien wird eine genetische Beratung empfohlen.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Leber congenital amaurosis · NORD: Leber Congenital Amaurosis · Orphanet: Leber congenital amaurosis (ORPHA:65)

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit)
Wie wird sie vererbt?
Autosomal-dominant · Autosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Säuglingsalter, Neugeborenenzeit
Beteiligte(s) Gen(e)
PRPH2, RD3, RDH12, RPE65, RPGRIP1, CABP4

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu LCA

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 9 aktive interventionelle Studien. 1 rekrutiert derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen der Augen und des Gehörs: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:65

Kein eigener ICD-11-Code; die WHO ordnet die Erkrankung hier ein: 9B70

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.