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Erkrankungen der Augen und des Gehörs

Usher-Syndrom

Eine Erbkrankheit, die sowohl das Hören als auch das Sehen betrifft. Der Hörverlust besteht meist schon von Geburt an. Das Sehen lässt dagegen über die Jahre langsam nach.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen der Augen und des Gehörs“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Haarzellen im Innenohr und die Lichtsinneszellen der Netzhaut gehen mit der Zeit verloren. Deshalb kommt es zu Hörverlust und zunehmendem Sehverlust. Ursache des Sehverlusts ist die Augenerkrankung Retinitis pigmentosa. Bei manchen Typen ist auch das Gleichgewichtsorgan betroffen. Es gibt drei Haupttypen; am häufigsten sind Typ 1 und Typ 2.

Welche Beschwerden können auftreten?

Wie stark die Beschwerden sind und wann sie beginnen, hängt vom Typ ab.

  • Angeborener schwerer Hörverlust oder Gehörlosigkeit (Typ 1)
  • Angeborener leichter bis schwerer Hörverlust, vor allem bei hohen Tönen (Typ 2)
  • Normales Hören bei der Geburt, dann in der Kindheit beginnender Hörverlust (Typ 3)
  • Schwierigkeiten beim Sehen in der Nacht und bei Dämmerlicht
  • Nachlassendes seitliches Sehen, mit der Zeit Tunnelblick
  • Gleichgewichtsprobleme; spätes Sitzen und spätes Laufen (Typ 1)
  • Trübung der Augenlinse, also grauer Star (manchmal)

Wie wird sie festgestellt?

Die Ärztin oder der Arzt testet Hören, Gleichgewicht und Sehen. Die Pupille wird erweitert und die Netzhaut betrachtet. Gesichtsfelduntersuchung, ERG und OCT können gemacht werden. Ein Gentest bestätigt die Diagnose.

Behandlung und Versorgung

Derzeit gibt es keine zugelassene, speziell für diese Erkrankung bestimmte Behandlung. Frühe Unterstützung hilft, Hören und Sehen bestmöglich zu nutzen. Ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat, also eine im Innenohr eingesetzte Hörhilfe, kann verwendet werden. Hilfsmittel für Sehbehinderte und Sehtraining werden angeboten. Bei Bedarf werden Brailleschrift und Gebärdensprache vermittelt. Zur Gentherapie wird geforscht. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Alle Typen werden rezessiv vererbt. Bei einem Paar, bei dem beide Anlageträger sind, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein erkranktes Kind bei jeder Schwangerschaft bei 1 von 4. Mutter und Vater haben als Anlageträger keine Beschwerden. Bei Ehen unter Verwandten kann diese Wahrscheinlichkeit steigen. Eine genetische Beratung erklärt der Familie die Risiken und die Möglichkeiten für Tests.

Quelle: MedlinePlus Genetics: Usher syndrome · National Eye Institute (NIH): Usher Syndrome · Orphanet: Usher syndrome (ORPHA:886)

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit)
Wie wird sie vererbt?
Autosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Kindheit, Säuglingsalter, Neugeborenenzeit

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu Usher-Syndrom

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 7 aktive interventionelle Studien. 2 rekrutieren derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen der Augen und des Gehörs: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:886 · ICD-11 LD2H.4

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.