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Erkrankungen der Augen und des Gehörs

X-chromosomale Retinoschisis (XLRS)

Eine Erbkrankheit, die die Netzhaut des Auges betrifft. Sie kommt fast nur bei Jungen vor. Das Sehen lässt in der Kindheit nach; das Lesen wird schwerer.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Erkrankungen der Augen und des Gehörs“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Netzhaut ist eine dünne Schicht, die die Rückseite des Auges auskleidet und Licht wahrnimmt. Bei dieser Erkrankung ist das Gen RS1 verändert. Zwischen den Schichten der Netzhaut bilden sich kleine Spalten. Am stärksten ist der mittlere Bereich betroffen, der für scharfes Sehen sorgt, also die Makula. Bei manchen Menschen verschlechtert sich auch das seitliche Sehen.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Beschwerden fallen meist auf, wenn das Kind in die Schule kommt.

  • Nachlassendes scharfes Sehen an beiden Augen (häufig)
  • Schwierigkeiten beim Lesen
  • Abweichende Augenstellung, also Schielen
  • Besseres Sehen in die Ferne, also Weitsichtigkeit
  • In schweren Fällen unwillkürliches Augenzittern schon im Säuglingsalter
  • Ablösung der Netzhaut oder Blutung ins Augeninnere (manchmal)

Wie wird sie festgestellt?

Die Augenärztin oder der Augenarzt macht eine ausführliche Augenuntersuchung. Die Spalten in der Netzhaut werden mit spezieller Bildgebung sichtbar. Eine Untersuchung, die die Reaktion der Netzhaut auf Licht misst, ist bei den meisten Betroffenen ebenfalls auffällig. Gesichert wird die Diagnose durch eine Untersuchung des RS1-Gens aus dem Blut.

Behandlung und Versorgung

Die Betreuung ist vor allem unterstützend. Für Sehbehinderte helfen Texte in großer Schrift und Sehhilfen. Ein Platz in der ersten Reihe im Klassenzimmer erleichtert vieles. Kommt es zu einer Netzhautablösung oder einer Blutung im Auge, prüft eine Netzhautchirurgin oder ein Netzhautchirurg, ob eine Operation nötig ist. Es wird empfohlen, Kontaktsportarten zu meiden. Zur Gentherapie wird geforscht. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die Erkrankung wird über das X-Chromosom vererbt. Deshalb erkranken fast nur Jungen und Männer. Anlageträgerinnen haben meist keine Sehprobleme. Für jedes Kind einer Anlageträgerin liegt die Wahrscheinlichkeit, das Gen zu erben, bei 1 von 2. Söhne, die das Gen erben, sind erkrankt, Töchter sind Anlageträgerinnen. Ein erkrankter Vater gibt das Gen an alle Töchter weiter, nicht aber an seine Söhne. Für die Familie wird eine genetische Beratung empfohlen.

Quelle: MedlinePlus Genetics: X-linked juvenile retinoschisis · NORD: X-linked Retinoschisis

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit)
Wie wird sie vererbt?
X-chromosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Jugend, Erwachsenenalter, Kindheit, Säuglingsalter
Beteiligte(s) Gen(e)
RS1

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Ratgeber zu dieser Erkrankung

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu Retinoschisis

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 4 aktive interventionelle Studien. 3 rekrutieren derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Erkrankungen der Augen und des Gehörs: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:792 · ICD-11 9B73.11

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

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Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.