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Muskel- und Nervenerkrankungen

Dravet-Syndrom

Eine schwere Form der Epilepsie, die im Säuglingsalter beginnt. Die Anfälle sind häufig und lang und werden oft durch Fieber ausgelöst. Auch die Entwicklung ist betroffen.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Bei Orphanet gibt es für diese Erkrankung eine Leitlinie für Notfallärzte (Sprache: Französisch, Polnisch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch). Bei Orphanet ansehen

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Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Diese Erkrankung wird über die Gruppe „Muskel- und Nervenerkrankungen“ verfolgt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Das Dravet-Syndrom ist eine genetische Form der Epilepsie. Meist liegt eine Veränderung im Gen SCN1A vor. Die Anfälle beginnen im ersten Lebensjahr bei einem bis dahin gesunden Baby. Im zweiten und dritten Lebensjahr wird ein Entwicklungsrückstand deutlich.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Beschwerden können von Kind zu Kind verschieden sein.

  • Lange Anfälle, die den ganzen Körper oder eine Körperseite betreffen
  • Anfälle, die durch Fieber, ein warmes Bad, Krankheit oder Müdigkeit ausgelöst werden
  • Andere Anfallsarten, die vor dem fünften Lebensjahr beginnen
  • Verzögerte Sprache und Entwicklung
  • Gleichgewichtsprobleme und schlaffe Muskeln
  • Schlaf- und Verhaltensprobleme

Wie wird sie festgestellt?

Die Diagnose wird anhand der Merkmale der Anfälle gestellt. Ein Gentest auf Epilepsie-Gene wird empfohlen. Eine Genveränderung allein reicht für die Diagnose nicht aus. In den ersten Jahren sind das EEG, also die Messung der Hirnströme, und das MRT meist unauffällig.

Behandlung und Versorgung

Eine Heilung gibt es nicht, aber die Anfälle lassen sich verringern. Es werden Medikamente gegen Epilepsie eingesetzt. Manche Epilepsie-Medikamente können die Anfälle verstärken, deshalb ist die Auswahl wichtig. Es gibt zugelassene Medikamente speziell für diese Erkrankung. Die ketogene Diät, also eine besondere fettreiche Ernährung, kann helfen. Bei manchen Kindern wird auch ein Gerät zur Nervenstimulation eingesetzt. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Etwa 90 Prozent der Genveränderungen entstehen neu beim Kind. Sie wurden also nicht von den Eltern weitergegeben. In Familien, in denen die Erkrankung vererbt wird, liegt das Risiko bei jeder Schwangerschaft bei 1 zu 2. In diesen Familien kann ein Elternteil eine leichte Epilepsie oder gar keine Beschwerden haben. Auch wenn die Veränderung neu entstanden scheint, wird eine genetische Beratung empfohlen.

Quelle: NORD: Dravet Syndrome Spectrum · Orphanet: Dravet syndrome (ORPHA:33069)

Grundlegende Fakten

Wie wird sie vererbt?
Autosomal-dominant
Wann beginnt sie meist?
Säuglingsalter, Neugeborenenzeit
Beteiligte(s) Gen(e)
SCN1A, SCN1B, SCN2A, GABRA1, GABRG2, PCDH19
Verlässliche Quellen
Orphanet

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Wir haben keine Patientenorganisation speziell für diese Erkrankung gefunden.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Ratgeber zu dieser Erkrankung

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu Dravet-Syndrom

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 18 aktive interventionelle Studien. 9 rekrutieren derzeit; keine hat ein Zentrum in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Muskel- und Nervenerkrankungen: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:33069 · ICD-11 8A61.11

Codes am 7. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.