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Muskel- und Nervenerkrankungen

Muskeldystrophie Duchenne (DMD)

Eine erbliche Muskelerkrankung, die überwiegend bei Jungen auftritt und bei der das Muskelgewebe zunehmend schwächer wird.

Nicht Teil des nationalen Neugeborenen-Screenings der Türkei (Fersenblut). Quelle

Bei Orphanet gibt es für diese Erkrankung eine Leitlinie für Notfallärzte (Sprache: Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Polnisch). Bei Orphanet ansehen

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Diese Seite ist aus dem türkischen Original übersetzt.

Die Erkrankung verstehen

Dieser Abschnitt wurde noch nicht ärztlich geprüft. Er fasst Patienteninformationen aus Quellen wie MedlinePlus, Orphanet und dem NHS in einfacher Sprache zusammen. Die Erkrankung kann bei jedem Menschen anders verlaufen; sprechen Sie über Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was passiert bei dieser Erkrankung?

Die Muskeldystrophie Duchenne ist eine Erbkrankheit, die die Muskeln nach und nach schwächt. Es fehlt ein Eiweiß namens Dystrophin, das die Muskelzellen schützt. Sie betrifft sowohl die Skelettmuskeln als auch den Herzmuskel. Sie kommt fast nur bei Jungen vor.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Muskelschwäche beginnt in der frühen Kindheit und nimmt rasch zu. Die Erkrankung schreitet fort und verkürzt das Leben. Dank Fortschritten in der Betreuung ist die Lebenserwartung aber gestiegen.

  • Verzögerung bei Fähigkeiten wie Sitzen und Gehen (häufig)
  • Häufiges Hinfallen; Schwierigkeiten beim Treppensteigen und beim Aufstehen vom Boden (häufig)
  • Verlust der Gehfähigkeit gegen das Jugendalter hin (häufig)
  • Schwächung des Herzmuskels, also Kardiomyopathie (häufig; beginnt oft im Jugendalter)
  • Schwächung der Atemmuskeln (im weiteren Verlauf der Erkrankung)
  • Schwierigkeiten beim Lernen, bei der Aufmerksamkeit oder im Verhalten (manchmal)
  • Muskelschmerzen und Steifheit der Gelenke (manchmal)

Wie wird sie festgestellt?

An die Diagnose wird gedacht, wenn Muskelschwäche und eine verzögerte Entwicklung auffallen. Es werden Bluttests und ein Gentest gemacht. Der Gentest zeigt die Veränderung im DMD-Gen. Manchmal werden auch eine Muskelbiopsie (Entnahme eines kleinen Stücks Muskel) oder eine MRT der Muskeln eingesetzt.

Behandlung und Versorgung

Medikamente vom Typ der Steroide helfen, Muskelkraft und Beweglichkeit zu erhalten. Für bestimmte Genveränderungen gibt es auch zielgerichtete Behandlungen. Physiotherapie, Kontrollen von Herz und Atmung sowie Unterstützung bei Ernährung und in der Schule gehören zur Betreuung. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der die Erkrankung betreut.

Für die Familie: Vererbung und genetische Beratung

Die Erkrankung wird über das X-Chromosom vererbt. Die Veränderung stammt oft von der Mutter, die Überträgerin ist; manchmal entsteht sie beim Kind neu. Für jeden Sohn einer Überträgerin liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent. Auch Überträgerinnen werden am Herzen kontrolliert; den Familien wird eine genetische Beratung empfohlen.

Quelle: MedlinePlus Genetics – Duchenne and Becker muscular dystrophy · NHS – Muscular dystrophy · GeneReviews – Dystrophinopathies

Grundlegende Fakten

Wie häufig ist sie?
Prävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit) · Geburtsprävalenz: 1-9 von 100 000 (Weltweit)
Wie wird sie vererbt?
X-chromosomal-rezessiv
Wann beginnt sie meist?
Kindheit
Beteiligte(s) Gen(e)
DMD

Diese Angaben stammen aus Orphanet und MedlinePlus (zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026). Häufigkeitsangaben sind ungefähre Bereiche.

Sie sind nicht allein: Patientenorganisationen in der Türkei

Gemeinnützige Patienten- und Familienorganisationen in der Türkei, die sich mit dieser Erkrankung oder Erkrankungsgruppe befassen. Die Links dienen der Information; Doktorclub ist mit diesen Organisationen nicht verbunden und empfiehlt sie nicht.

Für alle seltenen Erkrankungen: Nadir Hastalıklar Federasyonu

Links geprüft am 8. Oktober 2026.

Ratgeber zu dieser Erkrankung

Unterstützung und Hilfe

Doktorclub stellt keine Diagnosen, empfiehlt keine Behandlungen und vermittelt keine Kliniken, Ärztinnen oder Ärzte. Diese Seiten sollen Ihnen helfen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Neuigkeiten zu DMD

Klinische Studien (ClinicalTrials.gov)

Eine klinische Studie prüft nach festen Regeln, ob eine neue Behandlung bei freiwilligen Patientinnen und Patienten sicher ist und wirkt. Die meisten Studien suchen ein bestimmtes Alter, eine bestimmte genetische Veränderung und einen bestimmten Gesundheitszustand. Die Teilnahme ist freiwillig.

Diese Liste ist keine Behandlungsempfehlung. Behandlungen in Studien der Phasen 1–3 befinden sich in der Erprobung (experimentell): Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht belegt, es sind keine zugelassenen Therapien. Ob eine Teilnahme möglich ist, hängt von den Kriterien der Studie und der ärztlichen Einschätzung ab; der erste Schritt ist ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Könnte diese Studie für uns infrage kommen?
  • Wie würden sich die bisherige Behandlung und die Kontrollen bei einer Teilnahme ändern?
  • Wo findet die Studie statt, und wie werden Anreise und Unterkunft geregelt?
  • Was passiert, wenn wir die Studie verlassen möchten?

ClinicalTrials.gov verzeichnet für diese Erkrankung 79 aktive interventionelle Studien. 31 rekrutieren derzeit; 11 haben Zentren in der Türkei. Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026.

Ausgewählte Einträge (Studien mit Zentrum in der Türkei zuerst). Studientitel im Original (Englisch):

Alle Studien auf ClinicalTrials.gov ansehen · Teilnahme an klinischen Studien

Muskel- und Nervenerkrankungen: weitere Meldungen

Medizinische Codes (für das Arztgespräch und die Quellensuche)

Diese Codes bezeichnen die Erkrankung in internationalen Klassifikationen und Datenbanken. Sie können im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bei der Suche nach verlässlichen Quellen helfen.

Orphanet-Code: ORPHA:98896 · ICD-11 8C70.1

Codes am 6. Oktober 2026 mit WHO ICD-11 und Orphanet abgeglichen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt weder Diagnose noch Behandlung. Sprechen Sie über Beschwerden, Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Informationen auf diesen Seiten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Diagnose und Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall in der Türkei wählen Sie 112.

Jede Meldung beruht auf einer offenen Quelle und ist mit ihrer Evidenzstufe gekennzeichnet. Keine Werbung und keine Markennamen von Arzneimitteln. Wissenschaftliche Grundsätze

Diese Seite wurde von der Doktorclub-Redaktion aus dem Türkischen übersetzt.